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Fundamentalanalyse:

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Bei der Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die
Finanzkraft ( Cash-Flow / Zinsaufwendungen etc.), Kurs-Gewinn-Verhältnis, Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen.
Mit diesen Informationen wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität zu prognostizieren und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten
.

Hier ein Beispiel einer Vergleichs-Kennzahl zweier Softwarefirmen:

Price Earning to Growth-Ratio -
eine fundamentale Aktienkennzahl zur Bewertung von Wachstumstiteln

Die Kennzahl Price-Earning to Growth-Ratio setzt das KGV eines Geschäftsjahres in Relation zum erwarteten Gewinnwachstum im kommenden Geschäftsjahr.
Das PEG wird vor allem bei Wachstumswerten zur Bewertung eingesetzt. Dabei wird zugrunde gelegt, daß Wachstum einen positiven Einfluß auf den Unternehmenswert hat und daß sich die KGVs im Verhältnis zum Wachstum verändern. Es wird insbesondere für Unternehmen verwendet, die wertsteigernde Wachstumschancen besitzen. Eine PEG-Ratio kleiner als 1 weist auf eine Unterbewertung des Unternehmens hin, da das KGV geringer ist als die implizierte Wachstumsrate des Unternehmens. Eine PEG-Ratio von größer als 1 deutet auf eine Überbewertung, ein PEG gleich 1 auf eine faire Bewertung. Allerdings muß das PEG eines Unternehmens sinnvollerweise mit dem Branchendurchschnitt verglichen werden, wenn beispielsweise eine Aktie eine PEG von 1,1 aufweist, die gesamte Branche jedoch mit einem PEG von 1,4 bewertet, kann man nicht in isolierter Betrachtung des Unternehmens von einer Über- oder Unterbewertung ausgehen.

Aktuelles Beispiel anhand von SAP und Oracle:

Kurs SAP:    133 Euro     EPS 01:  2,20     EPS 02: 3,00  Gewinnwachstum: 36 %

                                             KGV 01:   60,5    PEG: 1,68           


Kurs Oracle: 14 USD      EPS 01:  0,45   EPS 02: 0,52   Gewinnwachstum: 15 %

                               KGV 01:     31      PEG: 2,06

Mit einer PEG von 1,68 wäre hiernach SAP niedriger bewertet als Oracle.
Da dies jedoch nur eine von vielen Vergleichszahlen ist, kann man jetzt noch nicht von
einer “preiswerten” SAP und einer “teuren” Oracle sprechen.

Weitere wichtige Vergleiche ( s.o. ) und Faktoren wie Technologische Entwicklung,
Marktanteile, Konkurrenz, Patente, Kundenzufriedenheit, Joint-Ventures u.s.w
sind noch nötig, um sich für einen “Kandidaten” einer Branche entscheiden zu können.

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